Was die Betreuungskraft konkret leistet -- und was nicht
Manche fragen mich: "Ist das wie ein privates Pflegeheim zu Hause?" Nein. Hier erfahren Sie, was die Betreuungskraft konkret leistet: Sie lebt im Haushalt Ihres Angehörigen und übernimmt Grundpflege, Hauswirtschaft und Begleitung im Alltag -- ab 2.410 EUR im Monat. Sie ersetzt aber keinen Pflegedienst und keine Nachtwache. Hier sehen Sie ehrlich aufgeschlüsselt, was im Preis enthalten ist und wo die Grenzen liegen.
Ein typischer Tag mit Betreuungskraft
Jede Familie ist anders. Welche Aufgaben die Betreuungskraft übernimmt, hängt vom Pflegegrad, den Gewohnheiten Ihres Angehörigen und den Fähigkeiten der Kraft ab. Hier sehen Sie, wie ein typischer Tag aussehen kann -- nicht als Versprechen, sondern als Orientierung.
Grundpflege
Morgens hilft die Betreuungskraft beim Waschen und Anziehen, abends beim Zähneputzen und Bettfertigmachen. Manche fragen mich: "Wie reagiert mein Vater, wenn eine fremde Person ihm im Bad hilft?" Das ist eine berechtigte Sorge. Die Eingewöhnung braucht oft ein paar Tage -- deshalb suche ich Kräfte, die damit Erfahrung haben und Geduld mitbringen. Umlagern bei bettlägerigen Personen gehört dazu, Spritzen setzen oder Wundversorgung nicht -- dafür brauchen Sie einen ambulanten Pflegedienst.
Hauswirtschaft
Frühstück vorbereiten, mittags warm kochen, den Kühlschrank auffüllen. Eine Betreuungskraft in Pankow hat mir erzählt, dass sie inzwischen das Gulasch-Rezept der Seniorin besser kann als deren eigene Tochter -- weil sie es dreimal die Woche kocht. Einkäufe im nahen Supermarkt, Bad und Küche sauber halten, Wäsche waschen -- das gehört alles dazu. Fensterputzen oder Gartenarbeit nicht, dafür brauchen Sie jemand anderen.
Soziale Betreuung
Nachmittags gemeinsam Karten spielen, eine Runde am Weißen See drehen oder beim Kaffee reden -- die Betreuungskraft ist da. Das klingt nach wenig, aber genau das fehlt vielen alten Menschen, die allein in ihrer Wohnung sitzen. Eine Familie aus Prenzlauer Berg hat mir erzählt: "Seitdem Frau Kowalska da ist, isst meine Mutter wieder regelmäßig -- weil es zusammen einfach besser schmeckt." Die Betreuungskraft ersetzt nicht den Kontakt zur Familie, aber sie füllt die Stunden dazwischen. Wie gut die Gespräche funktionieren, hängt von den Deutschkenntnissen ab -- das Niveau besprechen wir vorab.
Medizinische Unterstützung
Die Betreuungskraft erinnert an die Tabletteneinnahme morgens und abends, misst auf Wunsch Blutdruck und Blutzucker und notiert die Werte für den Hausarzt. Zum Arzttermin fährt sie mit und kann dem Arzt berichten, wie die letzten Tage verliefen. Wichtig: Spritzen setzen, Verbände wechseln oder Medikamente anpassen darf sie nicht -- das übernimmt ein zugelassener Pflegedienst.
Nachtbetreuung
Manche fragen mich: "Was, wenn die Betreuerin nachts nicht aufsteht?" Das ist eine berechtigte Sorge -- und genau deshalb bespreche ich das vorher. Die Betreuungskraft schläft in der Wohnung und steht bei Bedarf auf, wenn Ihr Angehöriger nachts zur Toilette muss oder unruhig wird. Aber: Eine durchgehende Nachtwache ist das nicht. Die Kraft braucht 8 Stunden Ruhezeit pro Tag, davon 6 zusammenhängend nachts. Wenn regelmäßige nächtliche Hilfe nötig ist, brauchen wir eine andere Lösung -- die kostet mehr, aber ich sage Ihnen das vorher.
Spezialbetreuung
Demenz ist der häufigste Grund, warum Familien bei mir anrufen. Die Betreuungskraft achtet auf feste Tagesabläufe, begleitet bei Orientierungslosigkeit und bleibt ruhig, wenn Ihr Angehöriger zum dritten Mal in einer Stunde fragt, wann das Mittagessen kommt. Das kann nicht jeder -- deshalb suche ich für Demenz-Betreuung gezielt Kräfte mit dieser Erfahrung aus. Ich sage Ihnen ehrlich: Das dauert manchmal 2-4 Wochen statt 3-7 Tage. Dafür stimmt es dann. Bei Parkinson unterstützt die Kraft gezielt bei Bewegungsabläufen, die schwerfallen.
Was es kostet -- und was die Pflegekasse dazugibt
Die häufigste Frage am Telefon: "Was kostet das?" Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Ab 2.410 EUR im Monat geht es los. Durch Pflegegeld, Verhinderungspflege und Steuervorteile lässt sich der Eigenanteil senken -- bei manchen Familien auf unter 1.500 EUR. Aber das rechne ich lieber mit Ihnen persönlich durch, weil jede Situation anders ist.
Pflegegeld nach Pflegegrad (Stand 2025)
Die meisten Familien wissen gar nicht, was ihnen zusteht. Bei 24-Stunden-Betreuung wird das Pflegegeld direkt an Sie ausgezahlt -- Sie entscheiden, wie Sie es einsetzen:
- Pflegegrad 1: 131 € Entlastungsbetrag
- Pflegegrad 2: 347 € Pflegegeld
- Pflegegrad 3: 599 € Pflegegeld
- Pflegegrad 4: 800 € Pflegegeld
- Pflegegrad 5: 990 € Pflegegeld
Zusätzlich nutzbar: Verhinderungspflege (bis 1.685 EUR/Jahr) und Kurzzeitpflege (bis 1.854 EUR/Jahr) -- zusammen bis zu 3.539 EUR jährlich. Voraussetzung: mindestens Pflegegrad 2 und eine vorherige Pflegezeit von 6 Monaten. Die Beantragung klären wir gemeinsam.
Monatliche Kosten (Vollzeit, live-in)
Die Kosten hängen von Pflegeaufwand und Deutschkenntnissen der Betreuungskraft ab:
- Grundbetreuung (Basis-Deutsch): ab 2.410 EUR
- Betreuung mit guten Deutschkenntnissen: ab 2.500 EUR
- Höherer Pflegebedarf (z.B. Demenz): ab 2.800 EUR
- Betreuung für Ehepaare: ab 3.500 EUR
Steuerersparnis (§ 35a EStG): Bis zu 20.000 EUR der Betreuungskosten können als haushaltsnahe Dienstleistungen abgesetzt werden. Das ergibt maximal 4.000 EUR Steuererstattung pro Jahr. Setzen Sie das bitte mit Ihrem Steuerberater um -- wir liefern die nötigen Rechnungsnachweise.
Was bleibt am Ende wirklich übrig?
Jede Situation ist anders, deshalb rechne ich das lieber mit Ihnen persönlich durch. Manche Familien sind überrascht, wie wenig am Ende selbst zu tragen ist -- bei Pflegegrad 3 liegt der Eigenanteil oft unter 1.800 EUR. Rufen Sie mich an, in 10 Minuten haben wir Klarheit.
Tage bis Ihre Betreuungskraft da ist -- meistens
8-18 Uhr direkt auf meinem Handy, Notfälle auch am Wochenende
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